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Denkmal KZ SchliebenSchlieben-Berga, im heutigen Bundesland Brandenburg gelegen, war das drittgrößte von über 136 Außenlagern des KZ Buchenwalds, welche durch die Nationalsozialisten bis 1945 errichtet wurden. Schlieben-Berga diente dem drittgrößten deutschen Rüstungsunternehmen „HASAG- Hugo Schneider AG“ als Quelle günstiger Arbeitskraft zur Fertigung von Munition. Im Lager wurden vor allem die von der HASAG entwickelte Panzerabwehrwaffe, die Panzerfaust, produziert.

Nach 1945 geriet die Geschichte des Schliebener Lagers weites gehend in die Vergangenheit oder wurde tabuisiert.
Der Verein Gedenkstätte KZ-Außenlager Schlieben-Berga e. V. besteht aus interessierten Bürgerinnen und Bürgern und Nachfahren ehemaliger Häftlinge. Der Verein hat sich zur Aufgabe gemacht, dieses „vergessene Lager“ aus der bis heute dauernden Anonymität herauszulösen.

Wir möchten die Geschichte des Lagers und des HASAG-Standortes noch weiter erforschen, aufarbeiten, dokumentieren und einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Es ist uns wichtig, dass eine würdige Mahn- und Erinnerungskultur errichtet wird.


Eröffnung der Wanderausstellung „Die Rosen in Ravensbrück“ in der Gedenkstätte des KZ-Außenlagers in Schlieben-Berga

Am 02. September 2017 wurde in der Gedenkstätte des KZ-Außenlagers in Schlieben-Berga die Wanderausstellung „Die Rosen in Ravensbrück“ feierlich eröffnet. Sie wird bis 24. November 2017 montags bis donnerstags von 08:00 bis 14:00 Uhr und freitags von 08:00 bis 12:00 Uhr sowie bis 14. Oktober auch samstags von 14:00 bis 17:00 Uhr und am 04. November 2017 von 14:00 bis 17:00 Uhr geöffnet.

Diese Wanderausstellung ist den Leiden und Opfern, aber auch dem Überlebenswillen der Frauenhäftlinge des KZ Ravensbrück gewidmet. Im Juli 1944 wurden die ersten KZ-Häftlinge nach Schlieben deportiert und zur Arbeit in der Munitions- und Panzerfaustfabrik des HASAG-Konzerns gezwungen. Es waren Frauenhäftlinge aus dem KZ Ravensbrück. Insgesamt wurden ca. 1.500 Frauenhäftlinge aus Ravensbrück nach Schlieben geschickt – der letzte Transport Mitte November 1944. Die meisten der Frauen wurden jedoch nach wenigen Wochen bzw. Monaten von Schlieben in die der HASAG zugeordneten KZ-Außenlager Altenburg, Taucha und Leipzig überstellt, wo sie u.a. auch Panzerfäuste montieren mussten. Ab September 1944 blieben bis zum Kriegsende durchschnittlich etwa 150 Frauenhäftlinge im hiesigen Lager. Das erste Todesopfer unter den KZ-Häftlingen in Schlieben war nach wenigen Wochen Aufenthalt im Lager Ende August 1944 Maria Weiss, nur 18 Jahre alt. Schlechte Arbeitsbedingungen, Arbeitshetze, Hunger und Krankheiten forderten weitere Todesopfer. Am 20. April 1945, einen Tag vor der Befreiung des Lagers, wurden 60 Frauenhäftlinge, begleitet von 8 SS-Bewachern, zu Fuß in Richtung Westen in Marsch gesetzt. Nach einer 5-tägigen Odyssee wurde der größte Teil der Frauen bei Grimma von den amerikanischen alliierten Truppen befreit. 96 Frauenhäftlinge um Odette Laroque, die Großmutter unseres Vereinsmitglieds Jean-Louis Rey, weigerten sich erfolgreich, auf Todesmarsch zu gehen – sie wurden am 21. April 1945 hier in Schlieben vom Vortrupp der Roten Armee befreit.


Öffnungszeiten der Gedenkstätte
Sie können die Gedenkstätte (Straße der Arbeit 41 ▪ Schlieben-Berga) von April bis Oktober jeden Sonnabend von 14:00 Uhr - 17:00 Uhr besichtigen.
Von November bis März ist die Gedenkstätte an jedem ersten Sonnabend im Monat von 14:00 Uhr - 17:00 Uhr geöffnet.
Möchten Sie zusätzlich auch eine Führung durch das HASAG-Gelände, dann melden Sie sich bitte vorher bei uns.

Wenn Sie Interesse an einer Besichtigung der Gedenkstätte und eine Führung durch das HASAG-Gelände außerhalb der Öffnungszeiten haben, dann schicken Sie uns eine Mail oder kontaktieren Sie uns per Telefon: 035361 80426 oder 035361 890761.


 
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